Kapitel 7b
„WordPress ist ein Gefängnis"
Das ist kein Strohmann. Das stand diese Woche auf LinkedIn, mit Namen darunter — und die Antworten waren besser als der Vorwurf.
- Der Vorwurf: „kostenlos", bis die Rechnungen kommen. Security, Builder, SEO, Backup, Caching, Formulare — jedes ein Abo, jedes ein Update, jedes etwas, das um 23 Uhr kaputtgeht.
- Die schärfste Antwort: Wer da rausführt, führt meistens in einen geschlossenen Stack. „Das ist keine Flucht, das ist ein neuer Vermieter."
- Die zweite: Wenn Shop, Mail, Login, Zahlung und Versand alle einzelne Dienste werden — dann ist SaaS-Hölle nichts anderes als Plugin-Hölle. Nur neuer verpackt.
- Die dritte kommt vom Kunden her: Für jeden geänderten Satz einen Entwickler fragen ist auch ein Gefängnis. Nur eins ohne Schlüssel.
- Und meine: Der das schreibt, war zehn Jahre WordPress-Entwickler. Er hat nicht das Gefängnis abgeschafft — er ist umgezogen und entscheidet jetzt, in welches ihr einzieht.
Ich trage das vor, weil der Vorwurf stimmt — für schlecht gebaute Websites. Was er übersieht, steht in Kapitel 2: Der Zugang ist inzwischen im Core.