Barrierefreiheit
Verständlich schreiben: der Teil der Barrierefreiheit, den kein Werkzeug findet
Kontraste kann man messen.
12 Min. Lesezeit
Von Timo Wessels Veröffentlicht am
Kontraste kann man messen. Alternativtexte kann man zählen. Ob dein Text verstanden wird, findet kein Prüfwerkzeug heraus — und trotzdem ist es die Barriere, die die meisten Menschen betrifft.
Sie betrifft Menschen mit Lernschwierigkeiten und kognitiven Einschränkungen. Sie betrifft alle, für die Deutsch nicht die erste Sprache ist. Sie betrifft ältere Leser, müde Leser, eilige Leser. Und sie betrifft jeden, der auf dem Telefon in der Bahn schnell etwas nachschauen will.
Der angenehme Teil daran: Das ist der einzige Bereich der Barrierefreiheit, in dem sich die Arbeit unmittelbar in Anfragen niederschlägt.
Wie Menschen im Web tatsächlich lesen
Nämlich zunächst gar nicht. Das Lesen am Bildschirm läuft in drei Phasen ab:
Überfliegen. Der Text wird schnell nach Schlüsselwörtern abgesucht, um die Hauptaussage zu erfassen, ohne jedes Wort zu lesen. Was dabei hängenbleibt — idealerweise durch Fettung hervorgehobene Begriffe — wird zum Ankerpunkt für die nächste Phase.
Querlesen. Um die gefundenen Anker herum werden Bruchstücke gelesen und auf Relevanz geprüft.
Lesen. Erst wenn etwas zu passen scheint, wird tatsächlich gelesen.
Das bedeutet: Deine Überschriften, deine hervorgehobenen Begriffe und die ersten Wörter deiner Absätze machen die eigentliche Arbeit. Der Fließtext dazwischen wird nur gelesen, wenn diese Signale überzeugt haben.
Bemerkenswert daran: Screenreader-Nutzer arbeiten genauso. Sie hören sich nicht die Seite an, sie springen von Überschrift zu Überschrift, prüfen und steigen dort ein, wo es passt. Die Struktur, die dem Überflieger hilft, ist dieselbe, die dem blinden Nutzer hilft.
(Rheinwerk, Barrierefreie Webseiten, Kap. 5.1)
Warum einfach nicht dumm wirkt
Die häufigste Sorge bei diesem Thema, gerade bei Handwerksbetrieben und Beratern: „Wenn ich zu einfach schreibe, wirke ich unqualifiziert."
Die Forschung sagt das Gegenteil. Untersuchungen zur sprachlichen Verarbeitung zeigen, dass Autoren als intelligenter wahrgenommen werden, wenn sie einfache Wörter benutzen. Kompetenz zeigt sich nicht darin, komplizierte Texte zu produzieren, sondern darin, komplexe Sachverhalte verständlich zu vermitteln.
Es gibt sogar einen Zusammenhang mit der Schriftart: Ein schwer lesbarer Schrifteindruck führt zu einer negativeren Einschätzung der Intelligenz des Autors. Der Leser schiebt die eigene Anstrengung dem Schreiber zu.
Der Grund liegt darin, wie das Gehirn arbeitet. Ein Text, der leicht zu verarbeiten ist, erzeugt ein Gefühl von Vertrautheit und Zustimmung. Ein Text, der Anstrengung kostet, erzeugt Misstrauen — auch dann, wenn der Inhalt derselbe ist.
(Rheinwerk, Barrierefreie Webseiten, Kap. 5.2)
Das Hamburger Verständlichkeitsmodell
Das brauchbarste Werkzeug für die eigene Textarbeit ist über fünfzig Jahre alt und stammt von drei Psychologen der Universität Hamburg. Es nennt vier Merkmale, an denen sich Verständlichkeit festmachen lässt:
1. Einfachheit. Geläufige, konkrete, anschauliche Wörter. Ungewöhnliche Ausdrücke und Abkürzungen erklären. Kurze Sätze. Wenige oder keine Fremdwörter.
2. Gliederung und Ordnung. Das Thema am Anfang klar benennen. Die Punkte sinnvoll ordnen. Die Beziehungen zwischen den Aussagen sichtbar machen — durch Absätze, Zwischenüberschriften, Hervorhebungen, Zusammenfassungen.
3. Kürze und Prägnanz. Nur das, was zum Verständnis nötig ist. Randinformationen weglassen. Nicht überladen. Eine gewisse Wiederholung darf sein, sie hilft dem Verständnis.
4. Anregende Zusätze. Bilder, Grafiken, erzählende Elemente, die den Text lebendig machen und Interesse wecken — ohne das Wesentliche zu überdecken.
Die vier zusammen sind ein besserer Prüfmaßstab als jede Zählregel, weil sie sich auf einen konkreten Text anwenden lassen, ohne dass man etwas ausrechnen muss.
(Rheinwerk, Barrierefreie Webseiten, Kap. 5.2)
Die konkreten Regeln
Aus der WCAG-Technik G153 und der Praxis, in der Reihenfolge ihrer Wirkung:
Ein Thema pro Absatz. Der wirksamste Einzelgriff. Ein Absatz, der drei Dinge behandelt, wird bei keiner der drei Phasen gefunden.
Sätze mit 15 bis 20 Wörtern. Das ist die verbreitete Empfehlung, und sie funktioniert. Längere Sätze in zwei oder drei teilen.
Wichtig dabei: Es geht nicht darum, dass jeder Satz kurz ist. Ein Text aus lauter Achtwortsätzen wird stakkatohaft und ermüdet ebenfalls. Es geht um den Durchschnitt und darum, keine Sätze über drei Zeilen zu haben.
Kein Fachjargon ohne Erklärung. Und: so wenig Fachbegriffe wie möglich. Wenn ein Begriff nötig ist, erklär ihn beim ersten Vorkommen.
Abkürzungen ausschreiben. Beim ersten Vorkommen die volle Form nennen: „16 GB Arbeitsspeicher (RAM)". Das ist besser als die technische Auszeichnung über das <abbr>-Element, weil die ausgeschriebene Form dann allen Lesern hilft und nicht nur denen, die mit der Maus darüberfahren.
Lange Wörter durch kurze ersetzen. „genehmigen" wird „erlauben". „Öffentlicher Personennahverkehr" wird „Bus und Bahn".
Überflüssige Wörter streichen. Alles, was den Sinn nicht ändert, kann weg.
Listen statt Aufzählungen im Satz. Ein Satz mit fünf durch Kommas getrennten Punkten wird zu einer Liste mit fünf Einträgen. Sofort besser überfliegbar.
Begriffe konsistent verwenden. Nicht abwechselnd „Prüfung", „Audit" und „Analyse" für dieselbe Sache. Das ist gegen alles, was man im Deutschunterricht über Wortwiederholung gelernt hat — im Fachtext ist Konsistenz aber wichtiger als Abwechslung. Auch für Suchmaschinen und KI-Systeme.
Keine Redewendungen und Metaphern. „Das steht auf einem anderen Blatt", „das Kind mit dem Bade ausschütten" — sie setzen kulturelles Vorwissen voraus. Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Lernschwierigkeiten nehmen sie unter Umständen wörtlich, und für Menschen, die Deutsch als zweite Sprache sprechen, sind sie schlicht unverständlich. Wenn du eine Metapher benutzt, erklär sie.
Aktiv statt passiv. „Wir prüfen deine Website" statt „Ihre Website wird geprüft". Kürzer, klarer, und man erfährt, wer handelt.
Den Leser ansprechen. „Du kannst dich anmelden" statt „Eine Anmeldung ist möglich".
(Rheinwerk, Barrierefreie Webseiten, Kap. 5.2)
Der Lesbarkeitsindex
Es gibt Formeln, die Lesbarkeit aus Satzlänge und Silbenzahl berechnen. Die bekannteste ist der Flesch-Index, für das Deutsche angepasst von Toni Amstad — deutsche Wörter sind länger als englische:
Lesbarkeitsindex = 180 − mittlere Satzlänge − (58,5 × mittlere Silbenzahl pro Wort)
Die Skala:
| Wert | Lesbarkeit | Verständlich für |
|---|---|---|
| 0–30 | sehr schwer | Akademiker |
| 30–50 | schwer | |
| 50–60 | mittelschwer | |
| 60–70 | mittel | Schüler von 13 bis 15 Jahren |
| 70–80 | mittelleicht | |
| 80–90 | leicht | |
| 90–100 | sehr leicht | Schüler von 11 Jahren |
Für eine Unternehmenswebsite ist 60 bis 70 ein guter Zielbereich. Das ist die Spanne, in der die meisten gut geschriebenen Zeitungstexte liegen.
Kostenlose Werkzeuge dafür: fleschindex.de rechnet den deutschen Wert aus, wortliga.de/textanalyse analysiert zusätzlich und macht Verbesserungsvorschläge. Word hat eine eingebaute Lesbarkeitsstatistik unter Start, Editor, Erkenntnisse.
Eine Einordnung dazu, weil solche Werte gern überinterpretiert werden: Die Formel zählt Silben und Satzlängen. Sie versteht nichts. Ein Text aus kurzen, aber inhaltlosen Sätzen bekommt einen guten Wert. Der Index ist ein Hinweis darauf, wo man nachschauen sollte — kein Urteil über den Text.
Die zugehörige Regel ist Erfolgskriterium 3.1.5 „Leseniveau" und liegt auf Stufe AAA. Sie nennt als Maßstab das Niveau der Sekundarstufe I. Für manche Zielgruppen ist das unrealistisch — ein Anbieter von Windkraftanlagen für Industriekunden schreibt notwendigerweise komplex. Der Leitgedanke bleibt trotzdem: so schreiben, dass es verstanden wird.
(Rheinwerk, Barrierefreie Webseiten, Kap. 5.2)
Leichte Sprache und Einfache Sprache sind zwei verschiedene Dinge
Diese beiden Begriffe werden ständig verwechselt. Sie meinen unterschiedliche Dinge mit unterschiedlichen Zielgruppen.
Einfache Sprache
Eine vereinfachte Form der Standardsprache, weniger stark reduziert. Sie richtet sich an Menschen, die mit komplexen Texten Schwierigkeiten haben: Menschen mit geringerer Lese- und Schreibkompetenz, Menschen mit Deutsch als Zweitsprache, Sprachlernende. Ausdrücklich nicht an Menschen mit kognitiven Einschränkungen.
Sie ist genormt: DIN ISO 24495-1 aus dem Jahr 2023 legt vier Grundprinzipien fest:
- Relevanz — der Leser bekommt, was er braucht.
- Auffindbarkeit — er findet es leicht.
- Verständlichkeit — er versteht es leicht.
- Nutzbarkeit — er kann es leicht anwenden.
Die deutsche Ergänzungsnorm DIN 8581-1 aus dem Jahr 2024 konkretisiert das für die deutsche Sprache.
Die Regeln decken sich weitgehend mit dem, was oben steht: keine Fremdwörter, keine Abkürzungen, starke Verben statt Substantivkonstruktionen, aktiv statt passiv, keine Sprichwörter und Metaphern, keine Verneinungen, keine Synonyme — bei einem Begriff bleiben. Sätze mit höchstens 15 bis 20 Wörtern, idealerweise ein Komma pro Satz, keine verschachtelten Nebensätze.
Einfache Sprache ist für die meisten Unternehmenswebsites der richtige Anspruch. Sie kostet nichts außer Aufmerksamkeit beim Schreiben und verbessert den Text für alle Leser.
Leichte Sprache
Eine stark reduzierte Sonderform. Sie richtet sich an Menschen, die Schwierigkeiten haben, Standardtexte zu lesen und zu verstehen — vor allem Menschen mit Lernschwierigkeiten und kognitiven Einschränkungen.
Der Unterschied in der Wirkung:
Standard: „Durch eine Registrierung auf unserer Website erhalten Sie Zugang zu einer breiten Palette von Ressourcen, die speziell auf die Erfüllung Ihrer individuellen Bedürfnisse ausgerichtet sind."
Leichte Sprache: „Sie können sich auf unserer Website anmelden. Dann können Sie viele Dinge nutzen. Diese Dinge helfen Ihnen."
Leichte Sprache hat eigene, sehr konkrete Regeln — nicht nur für die Sprache, sondern auch für die Gestaltung:
- Einfache Schrift, mindestens Schriftgröße 14.
- Zeilenabstand 1,5.
- Immer linksbündig.
- Jeder neue Satz beginnt auf einer neuen Zeile.
- Keine Silbentrennung am Zeilenende.
- Bilder ja, aber nicht als Hintergrund.
- Wichtiges hervorheben.
- Keine Fragen im Text.
- Keine Abkürzungen — „das heißt" statt „d. h.".
- Positiv formulieren — „Das war gut" statt „Das war nicht schlecht".
Eine verbindliche Norm gibt es dafür noch nicht; ein Entwurf (DIN SPEC 33429) liegt seit 2023 vor. Die ausführlichen Regeln stellt das Netzwerk Leichte Sprache bereit.
Leichte Sprache ist eine eigene Disziplin. Übersetzungen werden von ausgebildeten Übersetzern gemacht und von Menschen aus der Zielgruppe geprüft. Es gibt inzwischen KI-Übersetzungen dafür, aber ihre Qualität erreicht die von geschulten Übersetzern und Prüfern noch nicht.
Ob Leichte Sprache für eine bestimmte Website gefordert ist, hängt davon ab, welches Regelwerk auf sie anzuwenden ist — das ist eine rechtliche Frage und im Einzelfall zu klären. Als freiwilliges Angebot ist eine Seite in Leichter Sprache in jedem Fall möglich und wirkt.
(Rheinwerk, Barrierefreie Webseiten, Kap. 5.3 und 5.4)
Wie der Text aussieht, zählt mit
Drei Punkte, die zur Verständlichkeit gehören, aber Gestaltungsfragen sind:
Linksbündig, kein Blocksatz. Usability-Tests zeigen wiederholt, dass linksbündiger Flattersatz am schnellsten gelesen und verstanden wird. Blocksatz erzeugt unterschiedliche Wortabstände, im schlimmsten Fall weiße Bahnen, die senkrecht durch den Absatz laufen — für Menschen mit kognitiven Einschränkungen eine echte Lesehürde.
Kein zentrierter Fließtext. Bei zentriertem Text muss das Auge am Zeilenende den Anfang der nächsten Zeile suchen, und es verrutscht dabei. Für eine Überschrift geht das, für einen Absatz nicht.
Genug Zeilenabstand, mehr Absatzabstand. Der Abstand zwischen Absätzen sollte mindestens das 1,5-fache des Zeilenabstands betragen, damit die Absatztrennung sichtbar bleibt.
Wie du das selbst prüfst
Der Überflieg-Test. Schau zehn Sekunden auf deine Seite, dann weg. Was weißt du jetzt? Wenn die Antwort „nichts" ist, tragen deine Überschriften und Hervorhebungen nichts.
Der Vorlese-Test. Lies deinen Text laut vor. Wo du zwischendurch Luft holen musst, ist der Satz zu lang. Wo du stolperst, stolpert auch der Leser.
Der Fremdwort-Durchgang. Geh den Text durch und markier jedes Wort, das ein Kunde nicht benutzen würde. Fachbegriffe, Anglizismen, Verwaltungsdeutsch. Jedes davon ist eine Entscheidung: erklären oder ersetzen.
Die Satzlänge zählen. Nicht überall — such die drei längsten Sätze auf der Seite und teil sie.
Der Lesbarkeitsindex als grobe Peilung, mit der oben genannten Einschränkung.
Und der ehrlichste Test: Gib deinen Text jemandem, der nicht in deiner Branche arbeitet, und frag hinterher nicht „War das verständlich?", sondern „Was bieten wir an, und was kostet es?" Die Antwort zeigt, was tatsächlich angekommen ist.
Was zu tun ist
Fang bei den Seiten an, die Geld verdienen. Startseite, Leistungen, Kontakt. Der Blogbeitrag von 2021 kann warten.
Kürz die Sätze, bevor du die Wörter tauschst. Satzlänge wirkt stärker als Wortwahl.
Schreib die Überschriften neu. Sie machen die meiste Arbeit und sind am schnellsten geändert. Eine Überschrift, die den Abschnitt tatsächlich beschreibt, hilft dem Überflieger, dem Screenreader-Nutzer, der Suchmaschine und dem KI-System — vier Ergebnisse für eine Änderung.
Lös Aufzählungen aus Sätzen heraus.
Und schreib die Sprache deiner Kunden, nicht deine eigene. Der häufigste Grund für unverständliche Unternehmenstexte ist nicht mangelndes Können, sondern Betriebsblindheit: Man schreibt in der Sprache, in der man mit Kollegen redet. Der Kunde sucht aber nach anderen Wörtern — und findet die Seite deshalb auch bei Suchmaschinen nicht.
Quellen
- Rheinwerk, Barrierefreie Webseiten, Kap. 5.1 (Visuelle Informationssuche und kognitive Leichtigkeit) — die drei Phasen Überfliegen, Querlesen und detailliertes Lesen mit der Rolle fetter Schlüsselwörter als Ankerpunkt, das entsprechende Verhalten bei Screenreader-Nutzung über Hauptüberschrift und weitere Überschriften, die Bedeutung erwarteter Positionen und selbsterklärender Symbole, die Begriffe Skeuomorphismus und Affordanz, sowie kognitive Leichtigkeit nach Kahneman mit den Hebeln Konsistenz, kurze klare Sätze und mehrkanalige Aufbereitung.
- Rheinwerk, Barrierefreie Webseiten, Kap. 5.2 (Texte für die Zielgruppe gestalten) — der Befund, dass Autoren bei einfacher Sprache als intelligenter wahrgenommen werden, und der Zusammenhang zwischen schwer lesbarem Schrifteindruck und negativer Einschätzung des Autors, das Hamburger Verständlichkeitsmodell von Tausch, Langer und Schulz von Thun mit seinen vier Merkmalen, die praktische Checkliste für Webtexte, WCAG 3.1.5 „Leseniveau" mit dem Bezug auf die Sekundarstufe I und der Einschränkung für fachliche Zielgruppen, WCAG 3.1.3 zu ungewöhnlichen Wörtern, die Lesbarkeitsformeln einschließlich der deutschen Flesch-Anpassung von Toni Amstad mit vollständiger Formel und Skala, die Werkzeuge
fleschindex.de, Wortliga und die Lesbarkeitsstatistik in Word, die Empfehlungen aus WCAG-Technik G153 einschließlich der Satzlänge von 15 bis 20 Wörtern, WCAG 3.1.4 zu Abkürzungen mit dem Hinweis, das Ausschreiben dem<abbr>-Element vorzuziehen, die Problematik von Redewendungen und Metaphern mit zwei deutschen Beispielen, sowie die Hinweise zu linksbündigem Satz, zentriertem Text und Absatzabstand (WCAG G169 und G188). - Rheinwerk, Barrierefreie Webseiten, Kap. 5.3 (Leichte Sprache) — Zielgruppe und Reduktionsgrad, das Vorher-Nachher-Beispiel zur Registrierung, der Normentwurf DIN SPEC 33429 aus 2023 und das Netzwerk Leichte Sprache als Regelquelle, die Regeln zu Wörtern, Sätzen und Text, die Gestaltungsregeln zu Schriftart, Schriftgröße 14, Zeilenabstand 1,5, Linksbündigkeit, neuem Satz auf neuer Zeile, fehlender Silbentrennung und Bildern, sowie die Einordnung der Qualität von KI-Übersetzungen gegenüber geschulten Übersetzern.
- Rheinwerk, Barrierefreie Webseiten, Kap. 5.4 (Einfache Sprache) — Abgrenzung zur Leichten Sprache und die ausdrückliche Zielgruppenbestimmung, DIN ISO 24495-1 aus 2023 mit den vier Grundprinzipien Relevanz, Auffindbarkeit, Verständlichkeit und Nutzbarkeit, DIN 8581-1 aus 2024 als deutsche Ergänzungsnorm, die Regeln zu Wörtern und Sätzen einschließlich der Empfehlung von einem Komma pro Satz.
- Atlas,
accessibility/criteria/— Einordnung der genannten Erfolgskriterien nach Prinzip, Richtlinie und Konformitätsstufe. - Eigene Prüfpraxis — die Reihenfolge der Wirksamkeit der Einzelregeln, die Einschränkung zur Aussagekraft von Lesbarkeitsindizes, die Empfehlung eines Zielbereichs von 60 bis 70, der Überflieg-Test, der Vorlese-Test, der Fremdwort-Durchgang, die Frageformulierung beim Test mit Außenstehenden, und der Hinweis auf Betriebsblindheit als häufigste Ursache unverständlicher Unternehmenstexte samt ihrer Wirkung auf die Auffindbarkeit.